Wenn Sie Veranstaltungen bewerben und Themen in die Öffentlichkeit bringen, dann kennen Sie das: Für Facebook braucht es einen Beitrag, auf Instagram sollte wieder etwas Neues erscheinen, der nächste Blog-Text oder das Newsletter-Editorial steht an, das Programmheft muss fertig werden, eine Landing-Page zum Schwerpunktthema des Frühlings soll ins Netz.

Und so passiert es: Vor lauter Aufgaben und Kanälen rückt die Deadline in den Fokus – und die Menschen, also Ihre Zielgruppen, geraten aus dem Blick. Ergebnis: termingetriebenes Texten im Content-Hamsterrad, eine „Haken-dran-Mentalität“. Man ist einfach froh, wenn der Text geschrieben, abgeschickt und eingestellt ist – ob mit oder ohne KI.
Dabei bleiben die wichtigsten Frage auf der Strecke: Was wollen die Leser*innen konkret wissen? Was beschäftigt meine Kundinnen und Kunden gerade jetzt? Wie kommen wir ins Gespräch – und wie halten wir es in Gang?

Dazu 10 Tipps für mehr Dialog:

1) Schreiben Sie für eine konkrete Person
Stellen Sie sich reale Personen vor und geben Sie ihnen Namen, zum Beispiel „Finn Fitness“ und „Fiona Frühling“ – Sie kennen das Prinzip aus der Zielgruppenarbeit mit Personas. Dann klappt es mit der direkten Ansprache: „Du willst im März durchstarten? Hier sind deine 3 schnellsten Fitness-Optionen!“

2) Starten Sie mit der Leserfrage
Die erste Überschrift beantwortet, was jetzt gebraucht wird: „Welche Kurse starten im März – auch online?“

3) Denken Sie die nächste Frage mit
Beantworten Sie Frage A – und antizipieren Sie Frage B: „Welche Schnupper-Möglichkeiten gibt es?“

4) Versprechen Sie einen Nutzen
Formulieren Sie ein konkretes Ergebnis: „Steigen Sie ein in die zeitsparende Welt von Excel – in 90 Minuten.“

5) Texten Sie in Häppchen
Strukturieren Sie Ihren Text durch Kurzabsätze und Bullet-Points. Vor allem durch präzise Zwischenüberschriften wird Scannen zum Lese-Erlebnis: „Für wen lohnt sich der Intensivkurs?“ – „Wie läuft die Förderung?“ – „Was kostet die Teilnahme?“

6) Schreiben Sie einfach, aber mit Struktur
Kurze Sätze, aktive Verben, direkte Anrede – aber sauber gegliedert. Regeln aus der Leichten Sprache helfen dabei:
„Melde dich bis Freitag an. So sicherst du deinen Platz.“

7) Bauen Sie Zitate und Testimonials ein
Testimonials, Belege und Zahlen schaffen Vertrauen: „Ich habe in zwei Abenden die Buchhaltung verstanden.“ (Jenny K. Kurs X, Abschlussquote: 92 %)

8) Orientieren Sie sich an FAQ-Formaten
Nutzen Sie Fragen als persönliche Einstiege: „Kennen Sie das?“ „Wie sind Sie ins Jahr gestartet?“ „Wie sieht für Sie ein Moment ganz bei sich aus – mitten im vorweihnachtlichen Trubel?

9) Nutzen Sie weitere Calls-To-Action
Sprechen Sie neben dem Abschluss-Button weitere kleine Einladungen aus wie „Kurs-Highlights stöbern“, „Termine checken“, „Frage stellen“, „Beratung buchen“.

10) Machen Sie mit der KI Ihres Vertrauens einen individuellen Deep Research
Texten ist weiterhin ein zeitversetzter Dialog mit den Leser*innen. Lassen Sie sich zum Thema „audience-centric content strategy statt Redaktionsplan“ Impulse geben. Ausgangspunkt für den Prompt sind konkrete Angaben zur Bildungseinrichtung, zur Region, zu Zielgruppe(n) & Co.

Übrigens: Mit diesem dialogischen Vorgehen sind Sie auch gut gerüstet für Googles Übersicht im KI-Modus.